Startseite   Suche   Sitemap   Impressum   Kontakt   

Nicht mit uns!


Eine Bremer Erklärung gegen Rechtspopulismus und Rassismus

Wir haben als Arbeit und Leben Bremen die Bremer Erklärung unterschrieben


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Wer dieser Tage durch Bremen läuft, bemerkt auf den ersten Blick: Es ist Wahlkampf! Das möchten wir als Arbeit und Leben Bremen zum Anlass nehmen auf die von uns mitunterzeichnete Bremer Erklärung hinweisen, die wie folgt beginnt:

„Die Bundestagswahl im September 2017 steht unter besonderen Vorzeichen. Sie wird entscheiden, ob nach dem Aufflammen rechter Gewalt auf den Straßen künftig auch im Deutschen Bundestag eine Partei vertreten sein wird, die offen rechtsradikale Positionen vertritt.“ (aus Nicht mit uns! Eine Bremer Erklärung)

Als GewerkschafterInnen treten wir ein für eine offene und solidarische Gesellschaft. Das lässt sich mit rechtsradikalen Positionen nicht vereinbaren! Daher wollen wir uns dem drohenden Einzug einer rechten Partei in den Bundestag aktiv entgegenstellen, indem wir uns klar positionieren. Und genau das tut die Bremer Erklärung (siehe unten und im Anhang)!

Wir möchte Euch einladen, die Bremer Erklärung selbst zu unterzeichnen (ob als Betrieb, Kollegium, Freundeskreis oder Einzelperson) und sie weiter zu verbreiten (indem ihr sie an öffentlichen Orten aushängt, sie im Betrieb auslegt, mit KollegInnen diskutiert, sie über Mail-Verteiler weiterleitet, bei Facebook, Twitter und Co teilt oder was Euch sonst noch einfällt).

Die Bremer Erklärung unterzeichnen und Euch Informieren könnt Ihr unter: bremer-erklaerung.org/

Download: Bremer Erklärung

Ihr werdet sie in Kürze auch als Plakate und Flyer im Eingangsbereich des DGB-Hauses zum Mitnehmen und weiter verteilen finden.

Hinweisen möchten wir Euch außerdem auf die erste öffentliche Veranstaltung der „Bremer Erklärung“ zu dem Thema „Vormarsch der neuen Rechten?! Analyse und Gegenstrategien.“

Die Veranstaltung findet am Montag, den 28. August 2017 um 19 Uhr im DGB-Haus (Tivoli-Saal) statt. Näheres dazu findet Ihr hier: bremer-erklaerung.org/mitmachen

Lasst uns gemeinsam ein klares Zeichen gegen Rechts setzen!

Solidarische Grüße,
Arbeit und Leben Bremen e.V.




Nicht mit uns! Eine Bremer Erklärung.
Die Bundestagswahl im September 2017 steht unter besonderen Vorzeichen. Sie wird entscheiden, ob nach dem Aufflammen rechter Gewalt auf den Straßen künftig auch im Deutschen Bundestag eine Partei vertreten sein wird, die offen rechtsradikale Positionen vertritt.

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) versucht, die politische Rechte in der Bundesrepublik neu zu erfinden. An den Start gegangen als nationalkonservative Mittelstandspartei gelingt es ihr inzwischen, Parolen im Stile der NPD salonfähig erscheinen zu lassen. Während draußen Unterkünfte für Asylsuchende brennen, reden AfD-Vertreter*innen von Schießbefehlen an den EU-Außengrenzen, fürchten das Aussterben des „deutschen Volkes“, stellen das Gedenken an den Holocaust in Frage, versuchen die Errungenschaften der Frauen*bewegung ungeschehen zu machen, wollen die Rechte von Arbeitnehmer*innen und Erwerbslosen einschränken und mobilisieren gegen Geflüchtete, Homosexuelle, Alleinerziehende und alle anderen, die nicht in ihr eindimensionales Weltbild passen. Mit ihrer Strategie des kalkulierten Tabubruchs rückt sich die AfD nicht nur geschickt ins mediale Rampenlicht, sondern verstärkt insgesamt ein gesellschaftliches Klima der Ausgrenzung.

Dass NPD, Republikaner und Co. mit solchen Tönen bundesweit nie eine nennenswerte politische Kraft werden konnten, lag nicht zuletzt an dem eindeutigen Echo aus der Zivilgesellschaft: Euer Rassismus ist kein akzeptabler Standpunkt und wer gegen Minderheiten hetzt, bekommt dafür keine Talkshow, kein Podium und keine Straße! Trotz all unserer Unterschiede – diese Haltung eint uns auch heute. Wir dulden keine Hetzer*innen. Wir sehen die vielen dringlichen Missstände in der Bundesrepublik und weltweit. Die neuen Zäune und Mauern in den Köpfen und an den Grenzen, die Armut und den Krieg. Aber wir wissen: Die alten und die neuen Rechten sind Teil des Problems und nicht der Lösung. Wir werden uns an der Verbreitung ihrer Parolen nicht beteiligen. Wo wir sind, bekommen sie kein Forum – weder auf der Straße, noch in unseren Vereinen, in unseren (Hoch)Schulen und Betrieben, Läden und Kneipen, an unseren Treffpunkten oder im Parlament.



Druckversion

nach oben